Soziale Gerechtigkeit: Nach der Seuche sind alle gleich? #64

Die soziale Ungleichheit wächst und wächst: Inzwischen besitzen nur 26 Milliardäre mehr als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung! Was muss eigentlich passieren, damit es endlich mal in die andere Richtung gehen kann?

Walter Scheidel, Professor an der Universität Stanford, hat einen umfassenden wissenschaftlichen Vergleich vorgenommen, über alle Zeitalter und Kulturen der Weltgeschichte hinweg. Sein düsteres Fazit: Demokratie an sich war nie ausreichend, um die soziale Ungleichheit zu reduzieren, im Gegenteil.
Historisch gesehen gibt es eine Minderung der sozialen Ungleichheit nur bei gewalttätigen, systemischen Schocks wie große industrialisierte Kriege, Revolutionen, Staatsversagen – und Seuchen.

Was lässt sich in Zeiten der Corona-Pandemie daraus lernen? Und ist ein Blick auf eine andere, gerechtere Welt jetzt eher mehr, oder weniger möglich?

 

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