Rotes Wien? Sozialismus vs Sozialdemokratie #83

Am 11. Oktober wählten Wiener*innen bei der Landtags und Gemeinderatswahl. Gewonnen hat die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) mit 41% der Stimmen.

Im Zuge der Wahl gründete sich eine neue Partei: LINKS, die in dem Wahlkampf 23 Mandate auf Bezirksebene gewann. Diese Wiener Partei bezeichnet sich als antikapitalistisch, antirassistisch, feministisch und solidarisch und will „eine antikapitalistische Utopie lebbar machen“.

Demgegenüber ging die SPÖ eine Koalition mit den neoliberalen „NEOS“ ein, eine Partie, die mit Einsparungen den Sozialstaat in Gefahr bringt, wie z.B. die Schließung von Frauenhäusern in Salzburg und Hallein durch Druck von der Frauenlandesrätin der NEOS verursachte, zeigt.

Hundert Jahre nachdem österreichische Sozialdemokraten zuerst an die Macht kamen besteht noch immer ein politischer Gegensatz zwischen dem Bundesland Stadt Wien und dem Rest des Landes. Die Pandemie zeigt deutlich was auf dem Spiel steht: ein öffentliches und gut funktionierendes Gesundheitssystem, leistbares soziales Wohnen und freie Bildung.

Was sind die aktuellen Gefahren, die sich dem sozialen Gut stellen? Woher kommt diese Gefahr? Und was muss eine linke Bewegung und eine linke Partei tun, um verunsicherte Wählerinnen für sich zu gewinnen?

Ines und Tamara sprechen mit Anna Svec (Spitzenkandidatin LINKS), Alessandro Barberi (Sozial und Medienwissenschaftler) und Anton Tantner (Stadthistoriker)!

Links zur Sendung:

Infos zur Sendung:

  • Foto: LINKS Wien
  • Musik: Jannick Plume

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